NOCH
IN ARBEIT!
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Fraunhoferstraße / / Carl-Zeiss-Straße - Ecke Dopplerstraße:
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Einige Bemerkungen:
Nach Untersuchungen von Karl-Heinz Löwel
kann man folgende Gebäude der Großsiedlung Dresden-Trachau mit
hoher Wahrscheinlichkeit der GEWOG und dem Architekten Hans Waloschek
zuordnen (in Klammern jeweils die Gesamtlänge der Zeilen):
- Richard-Rösch-Straße Nr. 1, Nr. 2, 4,... bis 40 und Nr. 17, 19,... bis 33 (insg. etwa 400 m),
- Fraunhoferstraße Nr. 1, 3,... 33 (etwa 250 m),
- Carl-Zeiß-Straße Nr. 30, 32,... bis 48 (etwa 170 m),
- Industriestraße Nr. 54, 56,... bis 66 (etwa 100 m),
- Kleestraße Nr. 2, 4 und 6 (etwa 60 m),
- Dopplerstraße Nr. 3 und 5 (etwa 40 m) und außerdem
- ein Heizhaus und eine zentrale Wäscherei.
Es handelt sich i.a. um Kleinwohnungen (45 qm) und Kleinstwohnungen (34 qm), aber z.T. auch um größere Wohnungen (über 60 qm).
Die durch die politischen Erreignisse recht komplizierten Eigentumsverhältnisse der Wohnungen, wurden erst nach 1995 durch eine dafür gegründete "Wohnungsgenossenschaft Trachau-Nord eG" (WGTN) geklärt, die sich auch um die sehr aufwendige Sanierung und Modernisierung der Wohnungen und um die Wiederherstellung der Fassaden der Häuser gekümmert hat.
Viele (aber wahrscheinlich nicht alle) der Wohnungen in den Häuserblocks wurden mit Wärme und Warmwasser aus urspünglich zwei zentralen Heizwerken versorgt (eines von der GEWOBAG und eines von der GEWOG erbaut) und hatten (neben Wasser- und Stromzähler) auch Warmwasserzähler und an jedem Heizkörper einen „Wärmeabgabezähler“, der ähnlich den noch heute benutzten eingesetzt wurde.
In den Häuserblocks gab es einige anders zugeschnittene, und auch größere Wohnungen, um somit den Interessentenkreis zu erweitern. Alle Wohnungen hatten Küche und Bad, i.a. mit WC und Badewanne, die kleinsten mit WC und nur einem Waschbecken. Letztere wurden nach der Sanierung (1995-1999) mit einer Dusche ergänzt. Eine Beschreibung der typischen Wohnungen und ihrer möglichen Einrichtung ist in einem Prospekt der GEWOG aus dem Jahr 1931 erhalten (s. Faksimile) und wurde in einen Bericht in der Dresdner Volkszeitung 1931 kommentiert.
In der Richard-Rösch-Straße (damals Kirchhoffstraße) Nr. 2, II. Stock,
rechts (erweitert über die Durchfahrt am Haus Industriestraße 66)
liegt (auch noch heute) die große Wohnung in der die
Familie Waloschek von April 1930 bis April 1933 wohnte.
Nach dem Krieg war dort die Praxis des Zahnarztes Dr. Lang.
In der gleichen Straße (Nr. 40, II. Stock) wohnte auch
Richard Rösch,
der u.a. Aufsichtsratsvorsitzender der GEWOG war,
in einer der größeren Wohnungen. Das Büro der GEWOG befand sich
im Jahr 1931 allerdings im Gebäude Kopernikusstraße 74, das laut
Herrn Löwel, vom Architekten
Hans Richter im Auftrag der GEWOG
entworfen wurde.
Pedro Waloschek